Buchenberg Pokal

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1972 - Wie alles begann:

Die Verantwortlichen des damaligen KSV (heute TV) Borghorst, Hermann Hötker und Alfred Linnenbaum, machten sich 1972 Gedanken darüber, was man seinen Sportkeglern außer Training noch für die Wettkampfvorbereitung bieten könnte. So kamen sie schnell auf den Gedanken, Vergleichskämpfe auszutragen. Dafür mussten Gegner her und die suchten sie naturgemäß in der näheren Umgebung. Die benachbarten Sportkegelclubs waren zu der Zeit KSC 67 Laer, KSC Ochtrup und Blau-Weiss Wettringen. Da der KSC 67 Laer bereits den „Baumberge-Pokal“ mit Schwarz-Weiss Havixbeck und Grün-Weiss Nottuln ausspielte, orientierten sich die Borghorster Verantwortlichen nach Ochtrup und Wettringen.



Die ersten Verhandlungen:

So gingen eines sonntagsmorgens Hermann Hötker und Alfred Linnenbaum auf die Reise nach Wettringen zum damaligen Vorsitzenden des KSC BW Wettringen, Heinz Möhring. Freundlich wurden die Borghorster im Hause Möhring von Heinz und seiner Gattin empfangen. Bei einem guten Tropfen wurde das Anliegen der Gäste wohlwollend aufgenommen. Zunächst wurde beschlossen, auch den Ochtrupern einen Besuch abzustatten. Dies erfolgte dann zeitnah und Rudolf Blanke, der damalige Vorsitzende des KSC Ochtrup stimmte dem Ansinnen ebenfalls freudig zu. Ein zweites Treffen gemeinsam mit allen beteiligten Verantwortlichen wurde vereinbart. Dies fand auf der Kegelbahn bei Stahl-Niehues in Wettringen statt.
Zunächst ging es um den Austragungsmodus. Nach kurzem Meinungsaustausch einigte man sich darauf, einen Wanderpokal im 100-Kugelmodus kombiniert auszukegeln, wobei die vier besten Kegler eines Klubs gewertet werden sollten. Bewusst entschied man sich für die Wertung von nur vier Keglern je Verein, weil die Klubs von BW Wettringen und KSC Ochtrup eine geringere Mitgliederzahl als die Borghorster aufwiesen und man somit von einer ausgeglicheneren Spielstärke ausging. Die Austragungszeit wurde auf die letzten drei Sonntage vor den Ligenspielen festgelegt



Spielstätten:

An jedem der drei Sonntage hatte eine Mannschaft Heimrecht.
Interessanterweise fanden die Wettkämpfe in Borghorst bereits damals schon im ehem. Schützenhof Berning statt, der seit der Saison 2009/10 unter dem Namen Schützenhof Hilger nach einem Zwischenspiel von 1982 bis 2009 auf den Bahnen der Gaststätte Schapmann wieder die keglerische Heimat der Borghorster Sportkegler ist.
In Ochtrup wurde auf den Bahnen der Gaststätte Rudolf Blanke und in Wettringen bei Stahl-Niehues gekegelt.


Der Pokal:

Nachdem der Austragungsmodus in trockenen Tüchern war, stellte sich die Frage: „Wie nennen wir diesen Pokal und finden wir dafür einen Stifter ?“
Nachdem jeder mehr oder weniger geeignete Namen vorgeschlagen hatte, einigte man sich darauf, diesen Wanderpokal, der die drei Klubs zusammengebracht hatte, “Buchenberg-Pokal“ zu nennen. (Eine geistige Querverbindung zu dem bereits bestehenden Baumberge-Pokal lässt sich nicht verleugnen.)
Zudem wurde vereinbart, dass der Pokal nach dreimaligem Gewinn in das Eigentum des jeweiligen Siegers übergehen sollte.

Auch die Finanzierung des Pokals ließ sich ziemlich schnell regeln. So wurde der erste Wanderpokal von der Kreis- und Stadtsparkasse Wettringen gesponsort, es folgten dann Pokale der Volksbank Borghorst und der Volksbank Ochtrup.



Austragungsmodus:

Um die Chancengleichheit zu wahren, ist der Austragungsmodus desöfteren angepasst worden. So spielten z.B. die Borghorster ab 1976 als klassenhöhere Mannschaft nach ihrem Aufstieg in die Bezirksliga für einige Jahre mit sechs Keglern, wobei nur die dritt- bis sechsbesten Spieler gewertet wurden.
Um die “Streichstarter“ nicht zu bestrafen, wurde zusätzlich eine Einzelwertung für die beteiligten Kegler geschaffen.


Pokalsieger:

Alle Pokalsieger lassen sich leider nicht mehr ermitteln. Sicher ist jedenfalls, dass die ersten 4 Jahre der TV Borghorst den Pokal gewann. Anschliessend sicherte sich BW Wettringen von 1976 bis 1978 das “Ding“. Danach war wieder der TV Borghorst am Zuge.





Rückblick:

Rückblickend bleibt festzustellen, dass der Buchenberg-Pokal in den 70er und 80er Jahren zu einer guten Tradition und einer sinnvollen Vorbereitung auf die Ligenspielsaison geworden war. Leider ist dann (keiner weiß genau wann) die Tradition nicht mehr fortgeführt worden. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Ochtruper Sportkegler sich aufgelöst haben.


Neuauflage 2008:

Im Jahr 2008 überlegten sich die Wettringer Sportkegler, die alte Tradition des Buchenbergpokals wieder aufleben zu lassen. Hierzu sprachen sie die befreundeten Kegelvereine des TV Borghorst, SC 88 Nordwalde und den ESV Münster an und luden sie zu einem Wettkampf mit Vierermannschaften im 120-Wurfmodus nach Wettringen ein. Von der Idee waren alle Mannschaften begeistert und spielten im Sommer als Saisonvorbereitung den Sieger aus. Schnell war man sich einig, dieses Turnier als “Buchenberg-Pokal“ wieder aufleben zu lassen. Der Wettkampf soll nun einmal jährlich im Wechsel ausgetragen werden.

Und für den Wanderpokal hatten die Wettringer auch sofort gesorgt.

Zudem nutzten sie beim Remake ihren Heimvorteil und gewannen den neuen Wanderpokal.

Somit gibt es wieder einen echten “Buchenberg-Pokal“.



Buchenberg-Pokal 2009:

Im Jahr 2009 war der TV Borghorst 1884 e.V. Ausrichter der Buchenberg-Pokals. Im Einvernehmen der bereits teilnehmenden Klubs wurde auch der benachbarte KSC Laer mit in die Runde einbezogen. Da in Borghorst nur noch eine Zweibahnen-Anlage zur Verfügung stand, wurde der Pokal im 60-Wurfmodus mit jeweils vier Spielern ausgetragen.

Die Sportkegler des TV Borghorst setzten sich in ihrem ersten richtigen Wettkampf auf den neuen Heimbahnen im Schützenhof Hilger gegen den KSC Wettringen, KSC Laer , KSC Nordwalde und den ESV Münster durch und bestätigten damit nicht nur den guten Stand der Saisonvorbereitung, sondern auch, dass man auf der neuen Anlage durchaus gute Ergebnisse spielen kann. Dies wurde größtenteils auch von den Gästeteams bestätigt. Dabei erwischten die TVler einen misslungenen Start und belegten nach dem ersten Block nur den letzten Platz. Zwar spielte Christof Berning gewohnt souverän, aber Nachwuchstalent Timo Cordes, der nach guten Trainingsleistungen seinen ersten Einsatz in der 1.Mannschaft hatte, ließ teils nervös und übermotiviert einige Hölzer aus. Als sich dann im 2.Block der Vorjahressieger aus Wettringen auch noch mit zwei sehr guten Ergebnissen von den anderen Mannschaften absetzte, war der Schlußblock der Borghorster mit Jürgen Lammers und Frank Lammerding gefordert. Und die beiden Kegler des TVs präsentierten sich in Topform. So holten sie ein ums andere Holz auf, wobei sie ganze Serien von Neunern warfen. Dabei erzielte Jürgen Lammers insgesamt das beste Tagesergebnis. Vor dem letzten Wurf war dann klar, dass zum Sieg noch sieben Holz fehlten. Frank Lammerding behielt aber die Nerven und beendete den Durchgang hochkonzentriert unter dem Jubel der Borghorster Fans mit einer glatten Neun. So gewann die Mannschaft des TV Borghorst zwar knapp, aber nicht unverdient, den Buchenbergpokal.



Buchenberg-Pokal 2010:

Der Buchenbergpokal 2010 wurde am 22.08.2010 in Nordwalde ausgespielt. Auf den sehr schwer zu kegelnden Bahnen nutze der Gastgeber KSC 88 seinen Heimvorteil und gewann mit 27 Holz Vorsprung (2.691 Holz) vor dem Titelverteidiger TV Borghorst (2.664 Holz). Abgeschlagen auf dem 3.Platz folgte der KSC Wettringen mit 2.599 Holz vor den holzgleichen Mannschaften von KSC 67 Laer und ESV Münster (jeweils 2.540 Holz), die als Westfalenligist in Bestformation angereist waren und weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Aber genau als Vorbereitung auf die neue Saison ist dieses Turnier ja auch gedacht.
Ebenso überraschend gaben die Borghorster den Sieg noch aus der Hand, nachdem sie zuvor nach 3 Blöcken souverän geführt hatten. Paul Lammerding spielte im ersten Block groß auf und übertraf als einziger Kegler die 700-er Marke. Mit 716 Holz warf er das Tagesbestergebnis. Nachdem Frank Lammerding (654) und Thomas von Schledorn (676) den Vorsprung gehalten bzw. ausgebaut hatten, brauchte Jürgen Lammers den Sieg nur noch vollenden. Während er jedoch mit den Schwierigkeiten der Bahnen zu kämpfen hatte und insgesamt bei 618 Holz stehen blieb, nutze Marcus Klaus vom KSC 88 Nordwalde seinen Heimvorteil und zog mit 683 Holz noch an ihm vorbei.
Insgesamt war es wieder ein stimmungsvoller Wettkampf mit einem geselligen Ausklang nach der Siegerehrung.



Buchenberg-Pokal 2011:

Im Jahr 2011 nahm der TV Borghorst aus terminlichen Gründen leider nicht am Buchenbergpokal in Münster teil. Es gewann der gastgebende ESV Münster.


Buchenberg-Pokal 2012:

Der Buchenbergpokal wurde im Jahre 2012 in Laer ausgekegelt. Auch hier nutzte der Gastgeber den Heimvorteil und gewann den Pott. Es folgte die favorisierte Mannschaft des Westfalen-Nord-Liga Absteigers vom ESV Münster. Die TVB-Kegler, die am vergangenen Wochenende noch mit dem Auswärtssieg an gleicher Stelle in die Saison gestartet waren, konnten auf den schwer zu spielenden und nicht ergiebigen Bahnen nicht an den Derbysieg anknüpfen und belegten den enttäuschenden letzten Platz . Bester TVler war Frank Lammerding mit 677 Holz vor Jürgen Lammers (675), Markus Stening (664) und Christof Berning (655)

 

Buchenberg-Pokal 2013:

 

Im Jahr 2013 war Blau-Weiss Wettringen der Gastgeber. Diesmal gewann nicht die Heimmannschaft, sondern der KSC Laer. Dieser stellte auch mit Michael Reisch den besten Einzelkegler.

 

 

Buchenberg-Pokal 2014:

 

Der Buchenbergpokal wurde 2014 in Borghorst ausgespielt. Der heimische TV Borghorst nutzte seinen Heimvorteil und gewann mit großem Vorsprung (2545 Holz) vor Wettringen (2435), Nordwalde (2368) und dem ESV Münster (2283). Der KSC Laer bekam keine Mannschaft zusammen und nahm diesmal leider nicht teil. Gekegelt wurde wegen der 2-Bahnanlage aus Zeitgründen nach dem alten Spielmodus von 100 Wurf. Die TVBler erzielten durchweg gute Ergebnisse und trafen alle über die 600er Grenze. Bester Kegler des Tages war Paul Lammerding mit 667 Holz. Aber auch Christof Berning (639), Thomas von Schledorn (621) und Frank Lammerding (618) überzeugten.

 

Buchenberg-Pokal 2015:
 
Im Jahr 2015 siegte wieder die Heimmannschaft. Der Ausrichter Nordwalde gewann knapp vor Laer, Borghorst und Wettringen.
 
Buchenberg-Pokal 2016:

Der gastgebende ESV Münster hatte leider nicht eingeladen. Der Buchenbergpokal wurde in diesem Jahr nicht ausgespielt.




Buchenberg-Pokal 2017:

Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums des KSC 67 Laer fand der diesjährige Buchenberg-Pokal auf den Bahnen des Münsterlandkegelcenters im Gasthaus Veltrup statt. Zu Gast waren die Mannschaften vom TV Borghorst, KSC 88 Norwalde und ESV Münster. Auf der 4 Bahnanlage wurde so gespielt, dass von jeder Mannschaft jeweils ein Spieler kegelte, sodass immer der Gesamtstand zu sehen war.

Von Beginn an entwickelt sich ein spannendes Spiel. Für den Gastgeber startet zu Beginn Lars Abbenhaus, für die Borghorster begann Frank Lammerding, der erste Starter der Norwalder war H. Fischer und Wolfgang Große-Gehling aus Münster.

Abbenhaus erzielte 707, Fischer 621 und Große-Gehling 503 Holz. Bester Spieler des ersten Blocks war Lammerding mit 711 Holz. Damit lagen die Borghorster mit 4 Holz von den Gastgebern aus Laer.  Im zweiten Block erreichte Rudi Dieckmann 660 Holz für die Laerer, Thomas Bochtrup 660 Holz für die Münsteraner. Ein spannendes Duell lieferten sich Markus Klaus aus Nordwalde und Jürgen Lammers aus Borghorst. Mit dem letzten Wurf entschied Klaus diese Auseinandersetzung zu seinen Gunsten. Sein Zählwerk blieb bei 711, das von Lammers bei 704 Holz stehen. Die Borghorster bauten damit ihre Führung auf 48 Holz vor Laer aus. Weitere 35 Holz dahinter lagen die Nordwalder, die Münsteraner waren mit 169 Holz Rückstand auf den Dritten schon ein bisschen abgeschlagen.

Im dritten Durchgang spielte Josef Flohk ötter 655 Holz für die Norwalder Mannschaft und Peter Tönnis 665 Holz für die Münsteraner. Um die Führung spielten von den Borghorstern Christoph Berning, für die Laerer Michael Reisch. Berning erzielte mit 717 Holz das zweitbeste Tagesergebnis. Die Führung übernahmen aber die Gastgeber, da Reisch mit 779 Holz das beste Ergebnis an diesem Tag erreichte. Die Laerer führten jetzt mit 14 Holz vor den Borghorstern, die Norwalder lagen 145 Holz hinter den Zweitplatzieren. Mit 151 Holz Rückstand auf den dritten Platz waren die Münsteraner zu diesem Zeitpunkt vierter.

Als letzte Starter gingen für Münster M. Liebrand, für Nordwalde Sven Beckschulte, für Borghorst Markus Stenning und für Laer Thomas Veltrup auf die Bahnen. Liebrand erzielte für den ESV Münster 665 Holz, der Nordwalder Beckschulte 678 Holz. Um den Sieg spielten im letzten Block aber nur die Mannschaften aus Borghorst und Laer. Veltrup erwischte den besseren Start und baute den Vorsprung nach der ersten Bahn auf 38 Holz aus. Diesen Vorsprung konnte er bis zum Schluß noch weiter ausbauen. Veltrup erzielte 672 Holz, Stenning warf 632 Hölzer um.

Die Laerer gewannen den Bucherberg-Pokal mit 2818 Holz vor dem TV Borghorst mit 2764 Holz. Auf dem dritten Platz kam der KSC 88 Nordwalde mit 2665 Holz vor dem ESV Münster mit 2501 Holz.[Anhang "IMG_20170624_163901.jpg" gelöscht von Frank Lammerding/LVA11_LN1/DE]